Lizenzierung und Installation von InterBase 7

By: Roland Appel

Abstract: Mit diesem Whitepapers erhalten Sie einen Leitfaden für den Kauf der richtigen Lizenzen, erhalten Hilfestellung bei der Registrierung und bekommen Tipps und Tricks für die Installation.

InterBase 7.x

    Lizenzierung und Installation
von InterBase 7

Embed, Deploy, Relax

Juli 2006

Version 1.0

Erstellt durch:

Daniel Magin (better office)
Roland Appel (Developer Tools Group, Borland)


Mit diesem Whitepapers wollen wir einen Leitfaden aufzeigen der sowohl zur Entscheidungsfindung für den Einsatz von InterBase dient, als auch beim Kauf und der Installation Hilfestellung bietet. Sie erhalten einen Überblick über die verschiedenen Versionen, Editionen und den jeweils notwendigen Lizenzen. Sie erfahren Hinweise zur Installation und zur Einbindung in Ihre Anwendungen, sowie ein paar Tips und Tricks für die Arbeit mit InterBase.

    InterBase Editionen

Der InterBase-Server unterstützt eine MGA Architektur (Multi-Generational Architecture). Die MGA bietet beispiellose Möglichkeiten im Hinblick auf die Versionsverwaltung, die gleichzeitig zur höchsten Datenverfügbarkeit für transaktionsverarbeitende und entscheidungsunterstützende Benutzer führt. Die InterBase MGA-Engine eignet sich gut für kurzes OLTP (Online Transaction Processing) und sie brilliert bei der Unterstützung von Anwendungen aus der Praxis. Damit übertrifft sie andere Datenbanken bei nebenläufigen lang andauernden, entscheidungsunterstützenden Transaktionen bei weitem.

InterBase besitzt seit Begin eine einzigartige Versionsverwaltungs-Engine in den Kernel eingebaut. Dieses System eliminiert das Problem, schreibende Transaktionen die Datensätze für lesende Transaktionen sperren; so werden die Datensätze konkurrenzfrei und die Leser blockieren niemals die Schreiber. Anders als andere Datenbanken stellt InterBase für jede Abfrage ein zeitkonsistentes, wiederholbares Ergebnis bereit, ohne dass dafür eine spezielle Programmierung erforderlich ist. Dies ermöglicht einen maximalen Durchsatz für alle Kundentransaktionen.

    InterBase Developer

Die Developer Edition von InterBase wird bereits seit Jahren kostenfrei mit den Entwicklungsprodukten Delphi, C#Builder, C++Builder, JBuilder (und Kylix) mitgeliefert. Diese Version ist ausschließlich für den Entwicklungsprozess einsetzbar. Die Lizenz darf nicht im Produktivsystem eingesetzt werden. Diese Version unterstütz bis zu 4 Prozessoren mit bis zu 80 parallelen Datenbank Connections. Zum Testen von größeren Systemen besteht die Möglichkeit jederzeit bei Borland eine zeitlich limitierte Testlizenz mit 4 CPUs und unbegrenzter Benutzeranzahl für 90 Tage anzufordern. Siehe auch InterBase Trial.

    InterBase Desktop

Die Desktop Edition von InterBase ist eine leistungsstarke, günstige Deployment-Lösung zur Entwicklung von eigenständigen Anwendungen. Wie die InterBase Server Editon verfügt auch die Desktop Edition über die volle Datenbank-Funktionalität, nur mit der Einschränkung, dass sie keine Verbindungen von Clients über das Netzwerk zulässt und nur für Microsoft Windows zur Verfügung steht. Ideale Anwendungsgebiete sind z.B. Mobile- oder Single User Anwendungen. Die InterBase Desktop Edition und die Anwendung müssen hierbei auf dem gleichen physikalischen Rechner installiert sein.
Die Datenbank-Inhalte können jederzeit durch einen Backup-Restore Prozess zwischen der Desktop Edition und einer Server Edition ausgetauscht werden. Somit kann die Datenbank den Anforderungen der Kunden skaliert werden. Die Desktop Edition ist für viele Anwendungbereiche ein sehr preisgünstige Lösung mit vollem InterBase Funktionsumfang wie z.B. Stored Procedures, Triggers, Userdefined Functions, SQL-Standards, Crash Recovery usw.

    InterBase Server

Die InterBase Server Edition wird in einer Mehrbenutzer Umgebung eingesetzt. Nach der Installation stehen alle für den Betrieb zuständigen Komponenten / Lizenzen zur Verfügung inklusive einem Benutzer. Durch das Hinzufügen weiterer Lizenzen kann die Anzahl der gleichzeitig zugreifenden Benutzer und die Nutzung der Resourcen erhöht werden.

Die Server Edition von InterBase ermöglicht die Installation mehrerer Instanzen auf einem Rechner, wodurch das Deployment vereinfacht wird und eine anspruchsvollere Serverumgebung entsteht.

Die Server Edition von InterBase liefert eine hohe Performance für Anwendungen mit einer komplexen Geschäftslogik und einer hohen Last durch gleichzeitig agierende Benutzer. Dies wird durch die Unterstützung der Multi-Threaded-Architektur als auch die Mehrprozessorfähigkeit erzielt.
Die Server Editon ist für die Betriebsysteme Microsoft Windows, Linux und Sun Solaris verfügbar.

    InterBase Trial

Über die Borland Homepage kann eine InterBase Testversion für die verschieden Betriebssysteme geladen werden. Hierzu ist ein kostenloser Borland Developer Account notwendig. Ein entsprechender Test Key mit limitierter Useranzahl und CPU wird automatisch an Ihre registrierte E-Mail Adresse zugesendet (siehe Produktaktivierung). Sollten Sie eine Testumgebung mit 4 CPUs und unlimitierter Benutzeranzahl benötigen, so können Sie sich an Ihren Borland Vertriebspartner wenden.

Es besteht der volle Funktionsumfang mit einer zeitlichen Beschränkung.

    InterBase Lizenzen

Nachfolgend werden die zur Zeit zur Verfügung stehenden InterBase 7.5 Lizenzen beschrieben. Dies entspricht den Produkten wie sie Sie über Borland und deren Partner bestellen können.

    InterBase Server Lizenz

Das Produkt beinhaltet:

  • Eine Multi Plattform CD mit der Server Software zur Installation auf Windows, Linux oder Solaris. Eine komplette Dokumentation im PDF Format
  • Eine Companion Tools CD mit vielen Third party Tools zu InterBase
  • Ein Aufkleber mit der Seriennummer und einem Authorisierungs Schlüssel für die Registrierung und Aktivierung des Produktes über den Sanctuary Registrierungs Prozess. (siehe auch Produktaktivierungs-Keys)
    Nach der Aktivierung wird die InterBase Server Lizenz inklusive einer Benutzer Zugriffslizenz installiert.

    Simultane Benutzer Zugriffslizenzen

Verfügbar sind Zugriffslizenzen zur Erhöhung der Anzahl um 1, 10, 20 und 50 Benutzer

  • Lizenz Karte mit Certificate ID und Certificate KEY. (Kein Sanctuary Registrierungs Prozess nötig, die Lizenz wird über iblicense.exe oder über IBConsole eingetragen).

    Zusätzliche “Per Prozessor” Lizenz

Die Prozessor Lizenz ist erforderlich wenn der Datenbank Server auf einem Mehrprozessor System installiert ist und der/die weitere(n) Prozessor(en) genutzt werden soll. Der erste Prozessor wird mit der Server Lizenz lizenziert. Die Nutzung jedes weiteren physikalischen Prozessors (auch DualCore) erfordert eine Przessor Lizenz.

  • Lizenz Karte mit Certificate ID und Certificate KEY. (Kein Sanctuary Registrierungs Prozess nötig, die Lizenz wird über iblicense.exe oder über IBConsole eingetragen).

    Unlimitierte Benutzer Lizenz

  • Lizenz Karte mit einem Aufkleber mit der Seriennummer und einem Authorisierungs Schlüssel für die Registrierung und Aktivierung des Produktes über den Sanctuary Registrierungs Prozess. (siehe auch Produktaktivierungs-Keys)
    Nach der Aktivierung wird die InterBase Server Lizenz inklusive unlimierten Benutzer Zugriffslizenzen installiert.

    Desktop Edition

Das Produkt beinhaltet:

  • Eine CD für die Installation der Desktop Software, nur verfügbar für die Windows Plattform.
  • Ein Aufkleber mit der Seriennummer und einem Authorisierungs Schlüssel für die Registrierung und Aktivierung des Produktes über den Sanctuary Registrierungs Prozess. (siehe auch Produktaktivierungs-Keys)
    Nach der Aktivierung wird die InterBase Desktop Lizenz inklusive zwei Benutzer Zugriffslizenzen installiert. Der Zugriff ist jedoch nur von dem gleichen physikalischen Rechner möglich.

    Desktop Edition Weitergabe Lizenzen

Für den Vertrieb Ihrer Anwendungen mit InterBase Desktop als eingebundene Datenbank, besteht die Möglichkeit zusätzliche Weitergabelizenzen zu erwerben. Diese stehen in 20er und 100er Packs zur Verfügung.

Hinweis:
Bei den Desktop Weitergabelizenzen muss bei oder nach dem Erwerb des Produkte eine Aktivierungsdatei durch Borland erstellt werden. Diese wird dem Anwendungsentwickler zur Verfügung gestellt um sie mit der Anwendung weiter zu geben. Der Kunde muss InterBase in diesem Fall nicht mehr registrieren und aktivieren.

    InterBase VAR Programm

InterBase Value Added Reseller (VAR) sind Firmen die Softwareentwicklung mit einem effizienten und skalierbare Datenbank Server durchführen.

Sollten Sie neue Anwendungen entwickeln oder bestehende Systeme auf neuen Technologien umstellen so bietet Ihnen InterBase eine einzigartige Datenbankumge­bung.

Als InterBase VAR nehmen Sie an einem flexiblen Programm Teil, das Ihre individuellen Wünsche in Bezug auf Software und Vertrieb ideal unterstützt. Durch den Einsatz von InterBase haben Sie und Ihre Kunden eine Datenbank die einfach zu installieren, zu benutzen und zu pflegen ist. InterBase bietet nicht nur exzellente Performance sondern ermöglicht auch den unveränderten Einsatz auf allen gängigen Betriebssystemplattformen.

Der InterBase VAR Vertrag bietet Ihnen folgende Vorteile:

  • Spezielle VAR Preise für die Entwicklung und die Weitergabe auf der gewählten Plattform
  • Individuell angepasste Preise, abhängig von spezieller Lizenzierung
  • Das Recht InterBase im Rahmen der Vereinbarung zu kopieren und weiterzugeben
  • Einfachere Weitergabe der Lizenzen mit Ihrer Anwendung
  • Keine Registrierung und Aktivierung beim Kunden nötig
  • Bervorzugter Status für zukünftige Betatests

Sollten Sie Interesse an einem VAR Vertrag mit Borland für den Vertrieb Ihrer Anwendung mit InterBase haben, so wenden Sie sich diesbezüglich an Ihre lokale Borland Niederlassung oder an die autorisierten Borland InterBase Vertriebspartner.

    Unterschiede der InterBase Keys

Generell muss man bei InterBase zwischen zwei Key-Arten unterscheiden. Den Produktaktivierungs-Keys und den internen InterBase Keys.

    Produktaktivierungs-Keys

Seit der Version InterBase 7.1 muss das Produkt bei der Installation online, per Email oder per Telefon aktiviert werden, dies ist der so genannte Sanctuary Registrierungs Prozess. Hierzu gibt auf der Produktverpackung einen Aufkleber mit einer Seriennummer und einen Authorisierungsschlüssel in der Form:

Serial Number:       ABCD-EFGHIJ-KLMNOP-QRST
Authorization Key: ABC-DEF

Im Installationsprozess erscheint ein Registrierungsassistent der sie durch den Prozess der Aktivierung begleitet.

Durch Eingabe der Seriennummer/Authorisierungsschlüssel wird das Produkt bei einer Onlineregistrierung automatisch aktiviert.

Bei einer telefonischen Aktivierung werden Sie aufgefordert einen Aktivierungscode einzugeben den Sie von dem Support Mitarbeiter genannt bekommen.

Bei der Registrierung per E-Mail wird mit der im E-Mail angehängten Datei (regXXX.txt) Ihr Borland Produkt aktiviert. Um die Produktregistrierung zu vervollständigen, müssen Sie die angehängte Datei vor dem Start Ihres Borland-Produktes in Ihrem Stammverzeichnis speichern. Detaillierte Informationen befinden Sich in der zugesendeten E-Mail.

    InterBase Keys

Diese Schlüssel sind für den internen Funktionsumfang, die Rechte und für Erweiterungen Ihres InterBase Servers zuständig. Die internen InterBase Keys sind zum Beispiel auf den Lizenzkarten abgedruckt um zusätzliche Benutzer hinzuzufügen.
Diese Schlüssel werden in verschiedenen Arten geliefert. Bei der Produktaktivierung werden im InterBase Server die internen Schlüssel Server Activation, Metadata, Client Capability und Remote Access (nur bei der Server Edition) automatisch generiert.

InterBase besitzt verschieden interne Keys:

  • Server Activation
    Aktiviert den lokalen Zugriff auf den Server für einen (1) Benutzer
  • Metadata
    Erlaubt die Änderung der Metadaten im Server über die SQL Statements CREATE, ALTER und DROP
  • Remote Access
    Aktiviert die Funktionalität des Servers, Anfragen von entfernten Clients über das Netzwerk zu bearbeiten
  • Client Capability
    Erlaubt InterBase als Client auf andere InterBase Datenbank Server zuzugreifen
  • Desktop InterBase
    Aktiviert den lokalen Zugriff auf den Server für zwei (2) Benutzer mit den Rechten “Metadata” und “Client Capability”
  • Simultaneous Users
    Verwaltet die max. Anzahl der Benutzer, die sich auf dem Server gleichzeitig anmelden können. Benutzer können sowohl lokal als auch Netzwerkbenutzer sein.
  • Internet Access (bis InterBase 7.0)
    Erlaubt den Zugriff auf InterBase über WebServer Anwendungen
  • Per-processor
    Erlaubt die gleichzeitige Nutzung zusätzlicher physikalischer Prozessoren durch den InterBase Server
  • Unlimited User (ab InterBase 7.1)
    Erlaubt den Zugriff auf den InterBase Server mit unlimitierter Benutzeranzahl

Hinweis:

Bei der Desktop Edition können bei Bedarf weitere Desktop Lizenzen hinzugefügt werden um die Anzahl der lokalen Benutzer oder die Anzahl der gleichzeitig zu öffnenden Datenbank Connections zu erhöhen. Nach der Installation der Desktop Edition haben Sie zwei Benutzer-Lizenzen zur Verfügung.

    Eingabe von InterBase Keys

Sie können die entsprechenden Key über das Tool IBConsole eingeben:

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Danach erscheint folgende Dialogbox:

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Hier geben Sie die entsprechenden (internen) InterBase Keys ein.

Weitere Informationen sowie eine Beschreibung des alternativen Kommandozeilen Tools iblicense.exe finden Sie im “Chapter 7 Licensing” im Operations Guide

Seit der Version InterBase Server Edition 7.1 besteht die Möglichkeit diesen mit einer unbegrenzten Benutzeranzahl auszustatten. Diese Lizenz ersetzt die mit dem Produkt gelieferte Serverlizenz und muss auf dem gleichen Wege neu aktiviert werden. Bei einer neuen Installation des InterBase Servers benutzen Sie als Produkt Aktivierungskey den aus der unlimitierten Benutzerlizenz.
Möchten Sie einen bereits bestehenden InterBase Server auf unlimitierten Zugriff erweitern, müssen Sie zuerst den InterBase Serverprozess stoppen. Danach benennen Sie die borland.lic Datei im InterBase Verzeichnis um und starten erneut den InterBase Installations-Assistenten von der CD. In InterBase 7.5 wurde bei einem internen Release auch der Installations-Assistent aufgrund der Embedded Installation (siehe unten) ausgewechselt.

Je nach Version verfahren Sie folgendermaßen um den Registrierungsassistenten erneut zu starten ohne InterBase neu installieren zu müssen:

Typ 1:

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Wählen Sie im folgenden Fenster den entsprechenden Pfad zu der bereits vorhanden InterBase Server Installation.

Typ 2

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Wählen Sie die Optionen der vorhanden InterBase Server Installation.

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Deaktivieren Sie alle Optionen außer „Register“.

Wählen Sie im folgenden Fenster den entsprechenden Pfad zu der bereits vorhanden InterBase Server Installation.

    Installation von InterBase

    Server Installation

Diese Option installiert den kompletten InterBase Server und Client. InterBase besitzt seit der Version 7.5 die Möglichkeit auf einem Rechner mehrere InterBase Server Prozesse parallel zu starten.
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Sollten Sie bisher keinen InterBase Server auf Ihrem Rechner installiert haben und diese Installation wird der einzige InterBase Server auf dem Zielrechner sein, so wählen Sie Multi Instances „No“.

Wenn Sie bereits einen InterBase Server (4.x,5.x,6.x,7.x) auf Ihrem Rechner installiert haben und dieser weiterhin einsetzten möchten, so besteht hier die Möglichkeit über Option Multi Instance die neue Installation zu konfigurieren. Hierzu wählen Sie die Option Multi-Instance „Yes“ geben Sie unter TCP-Port eine freie Port Nummer ein und den entsprechenden Namen des Ports unter Instance Name. Vorgänger Versionen von InterBase und Single instance Server werden standardmäßig auf Port 3050 und dem Instance Name gds_db installiert. Bei der Multi Instance Option und einem bereits vorhandenen InterBase Server muss hier ein neuer Wert vergeben werden.

Beispiel:

Sie haben auf Ihrem Rechner bereits ein InterBase 6.5 laufen. Sie möchten parallel InterBase 7.5 installieren. Dazu wählen Sie die Option Multi-Instance auf „Yes“, Instance Name z.B. „gds_75“ und den Port 3075. Somit erreichen Sie, daß die bisherigen Anwendungen weiterhin den InterBase Server 6.5 ansprechen.

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Möchten Sie nun mit einer neuen Anwendung den InterBase 7.5 Server ansprechen so benutzen Sie den Connection String: Rechnername/gds_75:c:\data\database.ib. Durch Hinzufügen des Zusatzes „/gds_75“ hinter der IP oder hinter dem Rechnernamen sprechen Sie nun nicht mehr den Default Port von InterBase an, sondern ihre definierte Instanz von InterBase 7.5. Diese Option ist sowohl in der Desktop als auch in der Server Edition verfügbar.

Die Installation wird automatisch den Service Name und den Port in die Service Datei des Betriebssystems (z.B. bei Windows C:\WINDOWS\system32\drivers\etc\services) eingetragen.

    Client Installation

Rechner die über das Netzwerk auf den InterBase Server zugreifen möchten, benötigen die InterBase Client API Dateien. Über diese Installationsoption können Sie die entsprechenden Dateien auf die Rechner installieren.

    Connectivity Drivers Installation

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Im Installationsmenü finden die Möglichkeit entsprechende Datenbank Zugriffs Architekturen zu installieren, wie z.B. Treiber für JDBC, ODBC, ADO.net und auch die aktuellen IBX Versionen für Delphi und C++Builder.

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    Embedded Installation

InterBase können Sie mit Ihrer Installationsroutine einbetten. Dies bedeutet, Sie können in Ihrem Anwendungs-Setup automatisch die Installation von InterBase integrieren. Dazu haben Sie die Möglichkeit dem InterBase Installer verschiedene Optionen zu übergeben, was dieser installieren soll, z.B. nur Client, Client und Server, Dokumentation, Beispiele usw. Besitzen Sie einen VAR Vertrag (Value Added Reseller) mit Borland, so können Sie auch Ihre erworbenen Lizenzen inkl. Aktivierungskey einbinden. Somit können Sie InterBase bei Ihren Kunden verteilen ohne das weitere Registrierungs- und Aktivierungsschritte notwendig sind. Detaillierte Informationen und Beispiele finden Sie auf der InterBase CD im Ordner \extras\custom_install. Sie müssen nur zusätzlich zu Ihrer InterBase properties Datei den Installer auf Ihre Produkt CD kopieren. Dieser befindet sich auf der original InterBase CD unter: Disk1\InstData\ . Ihre VAR regXXX.txt bzw. SlipDatei Datei können Sie mit der Option:

SLIP_FILENAME= myslipfile.slip bzw.

SLIP_FILENAME=RegXXX.txt

in den automatischen Installationsprozess einbinden.

Sollte Ihr Installer nicht die Möglichkeit besitzen Dienste zu starten, können Sie mit einer einfachen Batch Datei dies auch automatisieren. Ist InterBase im Single-Instance Modus installiert worden, dann hat die Batchdatei folgenden Eintrag:

net start „InterBase 7.5 Guardian“

Bei einer Multi-Instance Installation die z.B. mit dem Port Namen gds_75 durchgeführt wurde:

net start „InterBase 7.5 (gds_75) Guardian“

Sie können jederzeit in der Registry die entsprechenden Bezeichnungen auslesen:

HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\ControlSet001\Services\IBG_PortName

HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\ControlSet001\Services\IBS_PortName

IBG_PortName = InterBase Guardian

IBS_PortName = InterBase Server

TIP für VAR Kunden:

Installieren auf einem Testsystem eine Konfiguration mit den entsprechenden InterBase Keys und der entsprechenden Benutzeranzahl die Sie weitergeben möchten. Diese Konfiguration speichert InterBase in die Datei ib_license.dat in Ihrem InterBase Verzeichnis. Diese Datei kopiert Ihr Installationsprozess dann automatisch nach der embedded Installation von InterBase in das InterBase Zielverzeichnis.

TIP für Delphi Developer:

Sie können auch aus Ihrer Anwendung den Status des InterBase Guardians bzw. Des InterBase Server Dienstes prüfen. Weitere Infos inkl. SourceCode finden Sie unter: http://www.chami.com/tips/delphi/031498D.html

    InterBase mit Sinlge/HyperThread und Multiprozessoren

Ein Symmetrisches Multiprozessorsystem (SMP) ist eine Multiprozessor-Architektur, bei der die laufenden Prozesse auf alle verfügbaren Prozessoren verteilt werden können. InterBase unterstützt die Option seit Version 7.0.

Generell muss man zwischen HyperThreads(HT) und echten Multiprozessoren unterscheiden. HT benötigt keine weitere Prozessorlizenz. Jedoch muss in der ibconfig Datei HT angeschaltet werden. Die Option hierzu heißt: ENABLE_HYPERTHREADING

Bei Multiprozessorenmaschinen, wie z.B. 2*Pentium 4 oder DualCore usw. benötigen Sie zur Nutzung der zusätzlichen Prozessoren weitere InterBase Prozessorlizenzen.

TIP 1:

Sie haben InterBase ohne zusätzliche Prozessor Lizenz auf einer 2 CPU Maschine laufen.
Nutzen Sie den zweiten Prozessor, da andere Programme meistens den ersten mehr belasten als den zweiten Prozessor. Hiefür gibt es den Switch: CPU_AFFINITY in der ibconfig.

Nutzung der Prozessoren          CPU_AFFINITY

1                                                                    1

2                                                                    2

1 und 2                                                           3

3                                                                    4

2 und 3                                                           6

1, 2, und 3                                                      7

Beispiel:
Sie möchten InterBase auf Prozessor 2 festlegen: CPU_AFFINITY 2

TIP 2:

Sie haben z.B. 2 Prozessoren inklusive HT. Nutzen Sie beide Prozessoren und schalten Sie auch HT ein. Sie bekommen durch die beiden emulierten Prozessoren (HT) die Geschwindigkeit von fast einer Maschine mit 3 Prozessoren ohne HT.

TIP 3:

Benutzer von Windows Server Editionen die keine zusätzlichen Prozessoren Lizenzen bei Microsoft erworben haben und die eine >=3 Prozessoren Maschine benutzen, sollten den InterBase Prozess bei eine Single Prozessor Lizenz auf den 3. Prozessor legen, da Microsoft Windows Server als auch Windows XP nur standardmäßig die ersten beiden Prozessoren bedient.

    InterBase Upgrade von früheren Versionen

Möchten Sie die alte Version weiterhin auf Ihrem Server laufen lassen, so verfahren bei der Installation wie oben beschrieben im Bereich Multi-Instance.

Möchten Sie die alte Version von InterBase ersetzen, so verfahren Sie nach folgenden Schritten:

  1. Backup Ihrer Datenbank(en) mit IBConsole oder auch gbak Tool, siehe auch:
    “Chapter 8 Database Backup and Restore” im Operations Guide
  2. Deinstallieren Sie die „alte“ Version von InterBase. Ein Uninstaller deinstalliert immer nur die Dateien die damit installiert wurden. Nach der Installation kann jedoch das alte Verzeichnis weiterhin auf der Festplatte noch vorhanden sein, da weitere Dateien wie z.B. InterBase.log hinzugefügt wurden. Deshalb löschen Sie von Hand am besten noch das alte Installationsverzeichnis.
  3. Installieren Sie die neue Version von InterBase
  4. Restore der Datenbank(en) mit IBConsole oder gbak Tool

Backup und Restore sind notwendig, da von älteren InterBase Versionen eine andere ODS (On Disk Structure) Version verwendet wurden. Neuere InterBase Versionen können nicht immer alle alten Versionen lesen. Gerade bei dem Wechsel von InterBase 7.1 auf InterBase 7.5 gab es hier eine neue Implementierung vom InterBase Entwicklerteam! Weiterhin werden auch im Backup/Restore Prozess die Index Bäume neu aufgebaut, was zu erhöhter Performance führt.

ODS Version 8                InterBase 4
ODS Version 9InterBase 5
ODS Version 10.0InterBase 6
ODS Version 10.1InterBase 6.5
ODS Version 11InterBase 7
ODS Version 11.1InterBase 7.1
ODS Version 11.2InterBase 7.5

  • Generell können in der aktuellen InterBase Version jegliche Backup Dateien von früheren Versionen, die im Transportablen Format gemacht wurden, zurückgespielt werden.

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Tip:

Sollten Sie InterBase 7.x auf InterBase 7.5 updaten, so sicheren Sie die iblicense.dat vor der Deinstallation. Nach der Installation von InterBase kopieren Sie diese Datei wieder in das neue InterBase Verzeichnis. Somit ersparen Sie sich das erneute Eingeben alle InterBase Keys.

Übersicht InterBase in Jahreszahlen:

InterBase 2                                 1986
InterBase 31988
InterBase 3.2 und 3.31992
InterBase 41994
InterBase 4.1 und 4.21996
InterBase 5.01997
InterBase 5.1.11998
InterBase 5.51999
InterBase 5.61999
InterBase 6.02000
InterBase 6.52001
InterBase 72002
InterBase 7.12003
InterBase 7.52004
InterBase 7.5.12005
InterBase 7.5.1 SP12006

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